Was ist Storyline?
Dieser narrative Unterrichtsansatz wurde um 1970 in Schottland u.a. von Steve Bell, Sallie Harkness und Fred Rendell entwickelt und wird mittlerweile in mehr als 30 Ländern angewandt. Hinter jeder Unterrichtseinheit steht eine Geschichte, eine Story, die über einen längeren Zeitraum Schritt für Schritt weiterentwickelt wird. Der Unterricht folgt also einem roten Faden, einer Linie, daher der Name Story-Line.
Storyline-Unterricht behandelt ein für die Schüler wichtiges Thema, zu dem sie Ideen und Erfahrungen aus ihrer Lebenswelt mitbringen. Das Thema wird wie eine Geschichte in Kapitel eingeteilt. Die Schüler nähern sich dem Thema meistens, indem sie etwas herstellen: Modelle, Zeichnungen, Zeittafeln, Arbeitspläne usw., an denen sie Zusammenhänge entdecken. Diese Produkte sollen nicht nur plausibel und logisch sein, sondern möglichst auch ästhetisch ansprechend. Kreatives Tun der Schüler – Zeichnen, Malen, Musizieren, Pantomime usw. – wird in den Unterricht integriert. Dadurch steigen die Lust am Lernen und das Engagement für die Inhalte. Die Schüler schaffen im Unterricht eine eigene Welt und lernen dabei, ihre persönliche und gesellschaftliche Zukunft mitzugestalten. Zugleich werden bei fast jedem Arbeitsschritt die wichtigsten Kulturtechniken geübt.
Lehrerinnen schätzen an der Methode die Begeisterung der Schüler und das stressfreie Unterrichtsklima. Die Schüler lieben den Unterricht, weil sie mit ihren eigenen Ideen respektiert werden.